E-Mail-Marketing: 6 Tipps, wie du einen erfolgreichen Newsletter erstellst

E-Mail-Marketing ist eine günstig aber vor allem effektive Methode, um mit (potenziellen) Kunden in Kontakt zu treten oder eine Beziehung zu pflegen. Pluspunkte sind obendrein eine gute Erfolgskontrolle und überschaubare Kosten.

So weit, so gut. E-Mail-Marketing mag ein beliebter Kanal des klassischen Marketing-Mix sein, aber wo fängt man eigentlich an und was gibt es zu beachten?

Dies möchte ich in diesem Beitrag darstellen.

Ausgangslage: E-Mail-Marketing-Strategie

Bevor man sich an die visuelle oder textuelle Ausarbeitung macht, bedarf es zuallererst einer Analyse der Ausgangslage. Wie bei jedem anderen Marketing-Konzept, solltest du zu Beginn einige grundlegende Fragen klären, damit der Newsletter auch am Ende das gewünschte Ziel erreicht.

1. Übergeordnete(s) Ziel(e): Welche(s) Ziel(e) soll(en) mit dem Newsletter erreicht werden?

2. Zielgruppe: An wen geht der Newsletter? Wer ist die zu erreichende Zielgruppe?

3. Zielinhalt: Welche Inhalte sollen dargestellt werden? Was ist die Kommunikationsbotschaft des Newsletters? Was ist der aktuelle Anlass für den Newsletter?

4. Zielperiode und Zeitpunkt: Wann wird der Newsletter erstmalig versandt? An welchem Tag und zu welcher Uhrzeit? In welchem Rhythmus sollen nachfolgende Newsletter versandt werden?

  • Tipp: Wer zum allerersten Mal einen Newsletter verschickt, kann sich die Besucherzeiten seiner Website ansehen und diese auswerten. Diese könnten ein gutes Indiz sein, um einen Versandtermin zu ermitteln. Wer bereits zuvor Newsletter verschickt hat, kann die Öffnungszeiten vorheriger Newsletter und parallel deren Performance betrachten.

5. Zielkontrolle: Lege zu Beginn Key-Performance-Indicators (KPIs) fest. Sie helfen dir dabei deinen Erfolg zu messen. 

Ein stimmiges Konzept reicht allerdings nicht aus. Bevor du dich an die Erstellung deines Newsletters machst, solltest du dich fragen, ob und wie sich dieser in deinen gesamten Kommunikationsmix einfügt.

„Omnichannel“ heißt das Zauberwort. 

Prüfe, inwiefern sich der Newsletter in die kanalübergreifende Verzahnung von Maßnahmen einfügt. Das Ziel ist es letzten Endes, dass der (potenzielle) Kunde viele verschiedene Kanäle nutzen kann, die alle aufeinander abgestimmt sind. Dabei sollte stets der Kunde im Mittelpunkt stehen und die Kanäle dem Aufbau einer längerfristigen Kundenbeziehung dienen. Aber nun Butter bei die Fische!

6 Tipps: Was sollte man beim Erstellen eines Newsletters beachten?

1. Der Newsletter-Betreff: Ein Eye-Catcher im Posteingang

Die Betreffzeile eines Newsletters sollte kurz und aktivierend sein. In der Regel solltest du 28 bis 41 Zeichen nicht unter- oder überschreiten. Sei dir darüber bewusst, dass die Betreffzeile in den meisten Fällen aufgrund der verschiedenen Endgeräte und Formate abgeschnitten bzw. nicht vollständig zu lesen ist.

Der Betreff sollte mit dem Inhalt des Newsletters übereinstimmen. Wenn man den Empfänger irreführt, wird er höchstwahrscheinlich das letzte Mal diesen Newsletter geöffnet haben.

Je nachdem welcher Studie man Glauben schenken darf, kann bei einer Personalisierung die Öffnungsrate fast verdoppelt werden. Ein exklusives und/oder zeitlich befristetes Angebot kann ebenso den Erfolg des Newsletters erhöhen. Emojis oder andere Symbole können die Aufmerksamkeit steigern. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass eine Vielzahl an Emojis in verschiedenen Formaten und Darstellungen nicht angezeigt werden. Ferner solltest du selbst prüfen, ob die Nutzung von Emojis, in Hinblick auf deine Branche und Zielgruppe(n), eine gute Ergänzung darstellen. 

2. Das Wichtigste zuerst!

Die Aufmerksamkeitsspanne für einen Newsletter ist begrenzt. Erkenne, was die Kernessenz des Inhalts ist, welchen du vermitteln möchtest und bringe ihn auf den Punkt. Es bleiben einem nur wenige Sekunden, um den Empfänger zu überzeugen. 

3. Ein Bild oder Gif sagt mehr als tausend Worte

Diese nonverbale Art der Kommunikation kann mehr Eindrücke vermitteln als es mit einem Text in gleicher Zeit möglich ist. Meist spricht man hier auch von einer Bilddominanz, da Bilder gegenüber Texten grundsätzlich eine größere Beachtung finden und stark auffallen. Trotz allem sollte man darauf achten, dass der Inhalt des Newsletters auch ohne Bild verständlich ist. E-Mail-Clients, Browser und Apps gehen teilweise unterschiedlich mit der Integration von Bildern in E-Mails um. Daher kann es vorkommen, dass den Empfängern das Bild nicht ordnungsgemäß angezeigt wird.

4. Text-Treffer: Headlines, die überzeugen

Neben Bildern fällt der erste Blick auf die Überschriften im Newsletter. Dementsprechend gilt es zu beachten, dass diese ansprechend und gleichzeitig informativ formuliert sind.

5. Content ist gut, Kontext ist besser

Der Erfolg eines Newsletters steht und fällt mit dem Content. Reines Push-Marketing funktioniert meist nur noch bei besonders innovativen Produkten oder herausstechenden Preisangeboten. Zeige deinen Empfängern den wahren Wert und Nutzen deines Produkts/deiner Dienstleistung auf. Das Ziel ist es, bei dem Empfänger einen Mehrwert zu erzeugen. Ebenso dein Newsletter kann für die Empfänger einen Mehrwert schaffen. Dies gelingt dir zum Beispiel durch informative/exklusive Inhalte, die für deine Zielgruppe relevant sind. Bitte keine reinen Verkaufsnewsletter schicken! Sonst landet man bei den Empfängern gleich im Spam-Ordner. Kommerzielle Angebote zu vertreiben ist legitim, aber der Empfänger sollte darin seinen Nutzen erkennen.

Hier ein Beispiel: Wenn ich einen Smoothie-Mixer verkaufe, könnte ich in jedem Newsletter tolle Smoothie-Rezepte abbilden. Selbst wenn der Kunde den Mixer bereits erworben hat, ist dies weiterhin ein guter Grund, um regelmäßig den Newsletter mit neuen Smoothie-Rezepten zu erhalten und inspiriert zu werden. 

6. Der größte Fehler im Newsletter: gar keinen Call-To-Action zu haben

Bei der Gestaltung deines Newsletters solltest du auf eine klare Textstruktur mit Orientierungsmerkmalen achten. Jeder Newsletter sollte eine Call-to-Action (CTA) beinhalten. Diese ist meist eng mit dem zuvor festgelegten Ziel verbunden – also einem Kauf, einem Klick auf die Website oder Ähnliches.

Keine passende Newsletter-Idee parat?

Hier ein paar Inspirationen für Newsletter-Inhalte:

  • aktuelle, saisonale Themen oder künftige Veranstaltungen
  • exklusive Informationen über Produkte/Dienstleistungen oder Neuigkeiten der Branche
  • exklusive/zeitlich befristete Angebote
  • Vorstellung des Unternehmens/Teams, besonderer Insights
  • Nutze Google Trends, um aktuelle/künftige Trend-Themen zu recherchieren
  • Sehe dir in der Google-Suchleiste die meistgesuchten Begriffe zu deiner Thematik an
  • Betrachte die Daten/Suchanfragen im Tool Google-Analytics
  • Frage deine Empfänger, beispielsweise mittels einer Typeform-Umfrage, über was sie informiert werden möchten oder welche Inhalte für sie relevant sind
  • relevante Texte oder Informationen in einer Infografik zusammenfassen und übersichtlich darstellen
  • dem Kunden darlegen, wie man mit seinem Produkt/seiner Dienstleistung ein Problem, welches ihn tangiert, löst
  • Erfolgsgeschichten und Erfahrungsberichte von Kunden teilen

Am Ende heißt es: Probieren geht über Studieren

Wenn du noch keinen Newsletter verschick hast, dann kann es sinnvoll sein, zu Beginn Tests durchzuführen. Versende Testmails und prüfe selbst, wie der Inhalt auf verschiedenen Endgeräten angezeigt wird. Im nächsten Schritt würde ich empfehlen, den Newsletter an kleine Verteilerpakete zu schicken.

Wenn alles funktioniert hat, kann man mit den Optimierungen beginnen. Hierfür würde sich beispielsweise ein A-/B-Testing anbieten.

Auch hier ein Beispiel: Du gestaltest einen Newsletter, welchen du anschließend duplizierst und nun bei jedem eine andere Betreffzeile verwendest. Nun verschickst du die beiden Newsletter an eine Zielgruppe, welche du zuvor in zwei Gruppen unterteilt hast. Die Betreffzeile, welche die beste Öffnungsrate zu verzeichnen hat, kannst du dann für die Aussendung an den gesamten Verteiler auswählen. Wichtig ist, dass beim Testen lediglich ein Parameter angepasst wird. Andernfalls lässt sich am Ende nicht nachvollziehen, welcher der Parameter für die Veränderung ausschlaggebend war.

In diesem Sinne: Happy Mailing !


Header Photo by Maksim Goncharenok on Pexels

Nathalie Welle

Mein Name ist Nathalie Welle. Ich bin eine 27-jährige Medienmanagement-Studentin, die sich außerhalb des Master-Studiums dem Bloggen widmet.

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